Gesichter einer Liebe - Randbemerkungen zur 1. Auflage

Im Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident, zwischen Natur und Geist: Welch’ Unterfangen.

Mohsen Charifi setzt alles auf eine Karte: Das Wabern süßer orientalischer Nächte, die Kühle westlicher Rationalität, die formelhafte Präzision der Naturerfassung und die Zweifel, Abgründe, das Lachen, Überschäumen der Seele, die ihm als Reservoir für das bewusste Denken gilt, als Bassin einer jedem verfügbaren inneren Weisheit, die ans Licht zu bringen ist.

Was über die kulturelle und gedanklich-emotionale Zerrissenheit hinweg trägt, ist der unerschütterliche Glaube, dass sich hinter all dem die Universalien menschlichem Daseinsfinden finden lassen. Und was könnte auf dem Weg dorthin besser geeignet sein, als das tief gefühlte und in Sprache umgesetzte Durchleben einer Beziehung: Gesichter einer Liebe.

Die Stationen „Die Sonne geht auf“, „aber der Tag wird regnerisch“, „und die Nacht kommt ohne Sonnenuntergang“, „dennoch, nichts kann den kommenden Morgen aufhalten“ markieren den Weg, die Gedichte das Gehen.


 
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